Am 23. Januar 2026 war es so weit: Unser Klassenraum wurde zum Schauplatz für echte Politik. Unter dem Motto „Hildesheim – unsere Stadt?!“ haben wir zur JungBürgerstunde geladen. Als Schülerinnen und Schüler standen wir diesmal nicht nur in der Zuhörerrolle, sondern haben den Politikerinnen und Politikern der Stadtratsfraktionen gezeigt, dass wir unsere Stadt aktiv mitgestalten wollen.

Wochenlang haben wir uns in verschiedenen Projektgruppen vorbereitet. Wir wollten keine oberflächlichen Antworten, sondern haben Fakten recherchiert. Wir waren draußen an den Baustellen (z. B. an der Dammstraße und am Weinberg), haben Fotos gemacht und Anwohner interviewt. Wir haben mit Experten wie Matthias Mehler über das Clubsterben gesprochen und Umfragen zur Attraktivität des Nachtlebens ausgewertet. Sogar eine Ratssitzung haben wir besucht, um zu verstehen, wie die Profis arbeiten. Das Ergebnis waren sechs detaillierte Beschlussvorlagen, zu denen die Politiker Stellung beziehen sollten.

Besonders beeindruckt hat uns die Zugewandtheit der Politiker. Sie haben uns wirklich zugehört und unsere Fragen ernst genommen. Anstatt gegeneinander zu streiten, gab es einen sachlichen und ehrlichen Austausch. Sie haben uns erklärt, wer für was verantwortlich ist – etwa die Rolle des Landkreises bei den Baustellen – und auch zugegeben, wenn Dinge aktuell noch nicht gut funktionieren. Am Ende der Veranstaltung stand eine offene Abstimmung über unsere Vorschläge. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, dass unsere Meinung nicht nur ein „nettes Beiwerk“ ist, sondern als wichtiger Beitrag kommunaler Politik geschätzt wird. Wir haben heute nicht nur gelernt, wie Kommunalpolitik funktioniert, sondern auch, dass es sich lohnt, mutig zu sein und die eigene Meinung zu sagen.

Hildesheim ist unsere Stadt – und nach dieser JungBürgerstunde haben wir das Gefühl, dass wir die Zukunft hier tatsächlich mitbestimmen können!

Bis bald! Die Klasse 11B vom BGW FLS

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