Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r

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Voraussetzungen und Dauer

Voraussetzung für die schulische Ausbildung ist der Abschluss eines Ausbildungsvertrages. Die Ausbildung erstreckt sich an unserer Schule grundsätzlich für alle Auszubildenden über 2,5 Jahre. Aber auch eine Ausbildungsdauer von 2 oder 3 Jahren ist problemlos umsetzbar.

Schulische Inhalte

Der Unterricht findet in den allgemein bildenden Fächern Deutsch/Kommunikation, Englisch/Kommunikation und Politik statt. Die berufsbezogenen Inhalte und Kompetenzen werden in zwölf Lernfeldern unterrichtet:

1. Ausbildungsjahr

Die Stundentafel sieht neben den allgemeinbildenden Fächern Deutsch, Englisch, Politik und Religion schwerpunktmäßig berufsspezifischen Unterricht vor, der nach Lernfeldern gegliedert ist:

Lerngebiet 1: Beruf und Ausbildungsbetrieb präsentieren
Lerngebiet 2: Arbeitsabläufe im Team organisieren
Lerngebiet 3: Schuldrechtliche Regelungen bei der Vorbereitung und Abwicklung von Verträgen anwenden
Lerngebiet 4: Ansprüche außergerichtlich geltend machen

2. Ausbildungsjahr

Lerngebiet 5: Aufgaben im Personalbereich wahrnehmen
Lerngebiet 6: Geschäftsprozesse erfassen, kontrollieren und bewerten
Lerngebiet 7: Wirtschaftliche Einflüsse auf betriebliche Entscheidungen beurteilen
Lerngebiet 8: Sachenrechtliche Regelungen bei der Auftragsbearbeitung anwenden
Lerngebiet 9: Dienstordnungs- und beurkundungsrechtliche Vorschriften anwenden
Lerngebiet 10: Zivilrechtliche Zahlungsansprüche gerichtlich geltend machen

3. Ausbildungsjahr

Lerngebiet 11: Rechtsbehelfs- und Rechtsmittelverfahren begleiten
Lerngebiet 12: Vorgänge in der Zwangsvollstreckung wegen Geldforderungen bearbeiten
Lerngebiet 13: Ehe- und Partnerschaftsverträge vorbereiten und abwickeln
Lerngebiet 14: Urkunden in erbrechtlichen Angelegenheiten bearbeiten
Lerngebiet 15: Liegenschaftliche Angelegenheiten vorbereiten und abwickeln
Lerngebiet 16: Erstanmeldungen im Handels- und Gesellschaftsrecht vorbereiten und abwickeln

Unterrichtsorganisation

1. Ausbildungsjahr (Grundstufe):
1,5 Unterrichtstage pro Woche (13 Unterrichtsstunden)

2. Ausbildungsjahr (Fachstufe I):
1,5 Unterrichtstage pro Woche (13 Unterrichtsstunden)

3. Ausbildungsjahr (Fachstufe II):
1,5 Unterrichtstage pro Woche (12 Unterrichtsstunden)

Prüfungen

In der Mitte der Ausbildung ist eine schriftliche Zwischenprüfung abzulegen, die 180 Minuten dauert.

Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil.

Der schriftliche Teil erstreckt sich über 420 Minuten, verteilt auf zwei Tage. Er beinhaltet folgende Prüfungsfächer:

1. Recht, Wirtschafts- und Sozialkunde
2. Rechnungswesen
3. Fachbezogene Informationsverarbeitung
4. Zivilprozessrecht und Freiwillige Gerichtsbarkeit
5. Gebühren- und Kostenrecht

Die mündliche Prüfung erfolgt in Form eines Prüfungsgesprächs über praxisbezogene Aufgabenstellungen.

Die Prüfungen finden vor einem von der Rechtsanwaltskammer Celle errichteten Prüfungsausschuss statt, der den erfolgreichen Absolventinnen/Absolventen den Fachangestelltenbrief überreicht. Die Berufsschule stellt ein Abschlusszeugnis aus.

Hinsichtlich einer Aus- und Weiterbildungsmöglichkeit könnte sich der Besuch der Fachoberschule Verwaltung und Rechtspflege zum Erwerb der Fachhochschulreife anschließen.

Bildungsgangleitung

Nadja Kleinhans
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Weitere Informationen

Welche Tätigkeiten umfasst der Beruf des Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten?

Die/der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte ist nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zum selbstständigen Erledigen von Korrespondenz, Mahn- und Vollstreckungssachen, Erstellen von Vergütungsrechnungen und Führen des Fristenkalenders befähigt. Daneben werden Telefonate entgegengenommen, beantwortet oder weitergeleitet, Termine mit Mandanten vereinbart, Nachfragen bei Gerichten oder Behörden getätigt sowie der Posteingang und –ausgang erledigt. Im Notariat werden Beurkundungsaufträge sowie die Abwicklung von Grundstücksangelegenheiten vorbereitet.

Welche Zusatzqualifiaktionen können erworben werden?

Werden bei erfolgreichem Abschluss der Berufsschule entsprechende Leistungen erbracht und die Kammerprüfung bestanden, besteht z. B. die Möglichkeit, soweit noch nicht vorhanden, den erweiterten Sekundarabschluss I zu erhalten. Weiterhin haben die Auszubildenden die Chance, die Fachhochschulreife zu erwerben.

Dazu ist es notwendig, einmal pro Woche an einem Abendunterricht teilzunehmen, der auf eine Zusatzprüfung vorbereitet. Nachdem sowohl diese als auch die Kammerprüfung erfolgreich abgeschlossen worden sind, besteht die Berechtigung zum Studium an einer Fachhochschule.


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