Kaufmann/-frau für Büromanagement

Dieser Beruf ist in nahezu allen Unternehmen und Institutionen gefragt. Sie erledigen Sekretariats- und Assistenzaufgaben und gestalten verschiedene Prozesse im Büro. Um je nach Betrieb unterschiedliche Schwerpunkte zu betonen, werden im Ausbildungsvertrag zwei Wahlqualifikationen festgelegt. Während der gesamten Ausbildung lernen die Auszubildenden beispielsweise:

  • wie man die betriebliche Arbeits- und Organisationsmittel, u. ä. Büromaschinen und -geräte, Vordrucke und Vervielfältigungsgeräte, handhabt,
  • welche bürowirtschaftlichen Arbeiten anfallen, z.B. Postbearbeitung, Registraturarbeiten, Führen von Dateien,
  • wie Texte formuliert und gestaltet werden und wie man Textverarbeitungsgeräte handhabt

Voraussetzungen und Dauer

Sie schließen zunächst einen Ausbildungsvertrag ab, der üblicherweise 3 Jahre umfasst. Wenn Sie besondere Voraussetzungen erfüllen (z. B. Allgemeine Hochschulreife, schulische wirtschaftliche Vorbildung), können Sie – mit Einwilligung Ihres Ausbildungsbetriebes – Ihre Ausbildung schon im Voraus auf 2 Jahre verkürzen.

Schulische Inhalte

1. Ausbildungsjahr

Lerngebiet 1: Ziele und Zwecke betrieblicher Leistungserstellung
Lerngebiet 2: Personalbeschaffung und Arbeitsplatzgestaltung
Lerngebiet 3: Komponenten der Informationsverarbeitung
Lerngebiet 4: Rechnungswesen als Kontroll- und Steuerungsinstrument
Lerngebiet 5: Beschaffung von Gütern zur Leistungserstellung
Lerngebiet 6: Grundlagen des Informationsflusses

2. Ausbildungsjahr

Lerngebiet 7: Entgeltabrechnung und Personalverwaltung
Lerngebiet 8: Organisation der Textverarbeitung
Lerngebiet 9: Absatz der Leistung auf dem Markt
Lerngebiet 10: Zahlungsverkehr und Liquidität
Lerngebiet 11: Jahresabschluß und Statistik

3. Ausbildungsjahr

Lerngebiet 12: Finanzierung, Investition und Unternehmensformen
Lerngebiet 13: Übermittlung von Informationen
Lerngebiet 14: Staatliche Lenkung des Wirtschaftslebens
Lerngebiet 15: Kosten- und Leistungsrechnung
Lerngebiet 16: Regelungsstrukturen betrieblicher Vorgänge

Unterrichtsorganisation

1. Ausbildungsjahr (Grundstufe):
2 Unterrichtstage pro Woche

2. Ausbildungsjahr (Fachstufe I):
1 Unterrichtstag pro Woche

3. Ausbildungsjahr (Fachstufe II):
1 Unterrichtstag pro Woche

Prüfungen

Nachweise und Prüfungen

In der Mitte der Ausbildungszeit hat der Auszubildende vor der IHK eine Zwischenprüfung abzulegen. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist i. d. R. Vorraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung. Am Ende der Ausbildungszeit legt der Auszubildende eine Abschlussprüfung ab.

Bestandteile der Prüfungen

In der Prüfung, die durch die Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer abgenommen wird, kann der Kaufmannsgehilfenbrief erworben werden. In der Abschlussprüfung werden sowohl schulische als auch betriebliche Inhalte und Fertigkeiten geprüft. Neben einer schriftlichen Prüfung ist noch eine fachpraktische Prüfung abzulegen.

Die schriftliche Prüfung umfasst drei Aufgabenteile mit Multiple-Choice-Aufgaben von je 60 Minuten Dauer und prüft das Fachwissen der Auszubildenden in den Bereichen Bürowirtschaft, Rechnungswesen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde ab.

Die fachpraktische Prüfung besteht aus zwei Prüfungsteilen. Im ersten Teil - der Informationsverarbeitung - müssen insgesamt drei Teilgebiete bearbeitet werden: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Diagrammerstellung. In der mündlichen Prüfung, dem zweiten Teil, werden fachpraktische Kenntnisse an Hand fallbezogener Situationsaufgaben nachgewiesen.